Wettspielordnung/-bedingungen

  1. Regeln / Platzregeln
    a) Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschließlich Amateurstatut) des Deutschen Golfverbandes e. V., den Platzregeln des GC Bonn-Godesberg in Wachtberg e.V. sowie den aktuellen Platzregeln lt. Aushang. Das Wettspiel wird auf Grundlage des EGA-Vorgabensystems ausgerichtet. Einsichtnahme in diese Verbandsordnungen im Sekretariat.
    b) Bei Wettspielen, die durch den Golfverband Nordrhein-Westfalen e.V. oder des Deutschen Golf Verband e.V. ausgeschrieben und durchgeführt werden, kann diese Wettspielordnung ersetzt werden.
  2. Der Ball (Regel 5 - 1. Anmerkung)
    Es muss mit einem Ball gespielt werden, der im aktuell gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle des R & A aufgeführt ist (siehe aktuelle Listewww.randa.org). Strafe gegen Verstoß: Disqualifikation.
  3. Driverköpfe (Regel 4-1 Anmerkungen)
    Jeder Driver, den ein Spieler mit sich führt, muss einen Schlägerkopf haben, der durch Typ und Neigung der Schlagfläche (Loft) bezeichnet und in der aktuellen „List of Conforming Driver Heads“ die vom R&A herausgegeben wird, aufgeführt ist. Strafe für Verstoß: siehe Regel 4-1 und 4-24.
  4. Unangemessene Verzögerung, langsames Spiel (Regel 6-7)
    Hat eine Spielgruppe nach Auffassung der Spielleitung den Anschluss an die vorgehende Spielgruppe verloren oder hat sie, falls Richtzeiten zum Spielen eines oder mehrerer Löcher vorgegeben sind, mehr Zeit als die Richtzeit benötigt, so wird diese Spielgruppe ermahnt. Wird danach eine Verbesserung des Spieltempos nicht festgestellt, so wird der Spielgruppe mitgeteilt, dass ab sofort für jeden einzelnen Spieler eine Zeitnahme durchgeführt wird.Die Zeitnahme beginnt, wenn der Spieler mit seinem Schlag an der Reihe ist. Überschreitet der erste Spieler die Zeit von 50 Sekunden und die folgenden die Zeit 40 Sekunden, so gilt dies als Verstoß gegen Regel 6 - 7.
    Strafe: Lochspiel: 1. Verstoß - Lochverlust, 2. Verstoß – Disqualifikation
    Strafe: Zählspiel: 1. Verstoß - 1 Schlag, 2. Verstoß - 2 Schläge, 3. Verstoß - Disqualifikation. Strafschläge werden an dem Loch hinzugerechnet, an dem der Verstoß begangen wird. Wird das Spiel zwischen dem Spielen zweier Löcher verzögert, so wirkt sich die Strafe am nächsten Loch aus.
  5. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr ( Anmerkung zu Regel 6-8.b)
    Hat die Spielleitung des Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, so dürfen Spieler, die sich zwischen dem Spielen von 2 Löchern befinden, das Spiel nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat. Befinden sie sich beim Spielen eines Lochs, so müssen sie das Spiel unverzüglich unterbrechen und dürfen es nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat.
    Unterlässt es ein Spieler, das Spiel unverzüglich zu unterbrechen, so ist er disqualifiziert , sofern nicht die Aufhebung dieser Strafe nach Regel 33-7 gerechtfertigt ist. Die folgenden Signaltöne werden allgemein genutzt und haben auch beim GC Bonn - Godesberg Gültigkeit:
    ein langer Signalton der Sirene: Unverzügliches Unterbrechen des Spiels
    wiederholt drei aufeinander folgende Signaltöne der Sirene: sonstige Spielunterbrechung nach Regel 6-8 b)
    wiederholt zwei kurze Signaltöne der Sirene: Wiederaufnahme des Spiels
    Anmerkung: Unabhängig hiervon obliegt die Spielunterbrechung bei Blitzgefahr der Eigenverantwortung des Spielers (Regel 6-8 a II)
  6. Üben vor oder zwischen Runden (Regel 7-1)
    An jedem Tag eines Lochwettspiels darf ein Spieler vor einer Runde auf dem Wettspielplatz üben.Vor einer Runde oder einem Stechen an jedem Tag eines Zählwettspiels darf ein Bewerber nicht auf dem Wettspielplatz üben oder die Oberfläche irgendeines Grüns des Platzes durch Rollen eines Balls oder Aufrauenoder Kratzen an der Oberfläche prüfen.Werden zwei oder mehr Zählwettspielrunden an aufeinander folgenden Tagen gespielt, so ist zwischen jenen Runden einem Bewerber das Üben oder das Prüfen der Oberfläche irgendeines Grüns durch Rollen eines Balls oder Aufrauen oder Kratzen der Oberfläche auf keinem Platz gestattet, der im weiteren Verlauf des Wettspiels noch gespielt werden muss. Strafe für Verstoß gegen Regel 7-1b: Disqualifikation.
  7. Üben während der Runde/Nachputten (Regel 7-2 Anmerkungen 2)
    Ein Spieler darf beim Spielen eines Lochs keinen Übungsschlag machen.
    Ein Spieler darf im Zählspiel zwischen dem Spielen von zwei Löchern keinen Übungsschlag (z.B. Nachputten) nahe oder auf dem Grün des zuletzt gespielten Lochs ausführen oder zum Prüfen des Grüns einen Ball rollen. Strafe für Verstoß: zwei Schläge am nächsten Loch, Strafe für Verstoß am letzten Loch, zwei Schläge an diesem Loch.
  8. Caddies (Regel 6 - 4)
    Es dürfen nur Amateure als Caddies eingesetzt werden.
  9. Geräte zur Entfernungsmessung
    Ein Spieler darf Entfernungsinformationen durch die Verwendung eines Entfernungsmessgeräts erlangen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Entfernungsmessgerät zum Abschätzen oder Messen anderer Umstände die sein Spiel beeinflussen könnten (z. B. Höhenunterschiede, Windgeschwindigkeit, usw.), verstößt der Spieler gegen Regel 14-3. Strafe für Verstoß siehe Regel 14-3.
  10. Elektronische Kommunikationsmittel
    Das Mitführen von sende- und/oder empfangsbereiten elektronischen Kommunikationsmitteln oder deren Benutzung auf dem Platz wirkt störend und rücksichtslos. Stellt die Spielleitung eine schwerwiegende Störung des Spielbetriebs durch die Benutzung eines solchen Gerätes durch einen Spieler oder Caddie fest, so kann die Spielleitung diese Störung als schwerwiegenden Verstoß gegen die Etikette bewerten und eine Disqualifikation aussprechen.
  11. Fahren/Mitfahren im Golfwagen o. ä. Fahrzeugen
    (siehe Golfregeln Anhang I, Teil B, Punkt 8)
    Spieler oder Caddies dürfen während der festgesetzten Runde keinerlei Beförderungsmittel nutzen, außer das kurzfristige Fahren/Mitfahren wird von der Spielleitung ausdrücklich genehmigt. Spielern mit einer Gehbehinderung, die von der zuständigen Behörde durch Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises mit einem sich auf die Gehbehinderung beziehenden Merkzeichen im Sinne des § 3 Abs. 1 Schwerbehindertenausweisverordnung anerkannt ist, ist ausnahmsweise die Nutzung eines Beförderungsmittels gestattet, sofern dieses nicht auch als Hilfsmittel bei der Ausführung des Schlages benötigt wird. Die Gehbe- hinderung ist mit der Meldung vor dem jeweiligen ersten Wettspieltag durch Vorlage des Schwerbehindertenausweises nachzuweisen. Das Beförderungsmittel ist vom Spieler zu stellen. Im Einzelfall kann die Nutzung des Beförderungsmittels von der Spielleitung aus sachlichen Gründen (z.B. unter Verweis auf Witterungsbedingungen) eingeschränkt oder untersagt werden.
    Strafe für Verstoß: Lochspiel: Lochverlust für jedes Loch, bei dem der Verstoß festgestellt wird, höchstens jedoch 2 Löcher. Strafe Zählspiel: 2 Schläge an jedem Loch, an dem der Verstoß festgestellt wird, höchstens jedoch 4 Schläge pro Runde.Im Falle eines Verstoßes zwischen dem Spiel zweier Löcher wirkt sich der Verstoß am nächsten Loch aus; handelt es sich um das letzte Loch, an diesem. Der Spieler muss sofort nach Feststellung des Verstoßes die Benutzung des Fahrzeuges einstellen, andernfalls wird er sowohl beim Loch- als auch beim Zählwettspiel disqualifiziert.
  12. Beendigung von Wettspielen (Regel 34 - 1)
    Zählspiele gelten mit Abschluss der Siegerehrung als beendet. 15 Minuten vorher wird eine vorläufige Ergebnisliste ausgehängt. Lochspiele gelten mit der Meldung des Ergebnisses durch beide Spieler an die Spielleitung als beendet oder - falls nicht geschehen - mit offizieller Bekanntgabe oder Aushang der betreffenden Spielpaarung für die nächste Runde. Bei einer Zählspielqualifikation mit nachfolgendem Lochspielen gilt die Zählspielqualifi- kation als beendet, wenn der Spieler in seinem Lochspiel abgeschlagen hat.
  13. Änderungsvorbehalt
    Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum 1. Start der jeweiligen Runde das Recht
    - die jeweiligen Sonderplatzregeln zu ändern
    - die festgelegten Startzeiten zu verändern
    - die Ausschreibungsbedingungen abzuändern
    - oder zusätzliche Bedingungen herauszugeben. Nach dem 1. Start sind Änderungen nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.

Der Sportausschuss wünscht Ihnen viel Erfolg und einen ganz besonderen Tag.

Stand: April 2016